Die Bürgerenergiegenossenschaft Adersbach-Sinsheim-Kraichgau eG steht und wirkt seit nunmehr 5 Jahren für die „Energiewende im Kraichgau". Über die Konzeption und Umsetzung von technischen Projekten hinaus, hat sich die BEG auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Energiewende sowie das aktive Vorantreiben der „Bürgerwende" auf die Fahnen geschrieben.

„Gerade die junge Generation ist uns ans Herz gewachsen, da diese ja durch Ihre zukünftige Lebensführung und ihr Energiebewusstsein unsere Klima- und Energiezukunft wesentlich mitbestimmen wird" betont Aufsichtsrat Holger Steuerwald. So war es dann auch naheliegend, dass man im Dialog mit der Schulleitung und der Fachschaft Naturwissenschaft und Technik des Adolf-Schmitthenner-Gymnasiums in Neckarbischofsheim überlegte, wie man den NWT Unterricht der Klassenstufe 10 mit interessanten Beiträgen bereichern und die Schüler für den Themenkomplex „Energiewende und Erneuerbare Energien" begeistern konnte.

Schnell war klar, dass das Konzept, das man gemeinsam mit den NWT Fachlehrern erarbeitete, einen gesunden Mix aus Theorie und praxisbezogenen Projekten aufweisen sollte.

Zur Unterstützung des Projektes konnte die BEG Herrn Jürgen Landenberger von der EnBW gewinnen, der in seinem Part zwei Schwerpunkte setzte. Zunächst schilderte er die Energiewende aus Sicht eines großen Energieversorgers und Netzbetreibers, erläuterte die Funktionsweise eines Stromnetzes und die Wandlung zum Smart Grid. Gerade zu letzterem gehört dann auch, die Herausforderung anzunehmen, in Zeiten mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien das Netzgleichgewicht konstant zu halten.

„Früher gab es einige wenige große Energieerzeuger im Netz und der Strom floss zu den Abnehmern – das Stromnetz war eine Einbahnstraße. Heute gibt es aufgrund der großen Zahl dezentraler Energiequellen und der stark schwankenden Einspeisung der natürlichen Ressourcen (Sonne, Wind) viel Gegenverkehr und Lastspitzen, die es auszugleichen gilt!" stellte Landenberger anschaulich dar.

Den zweiten Schwerpunkt stellte die praktische Übung mit einer High-Tech Wärmebildkamera dar, mit der er zunächst Aufnahmen von der Außenhülle des Gymnasiums machte und so die Kältebrücken bildlich dokumentieren konnte. Wie man solchen „Energievernichtern" Herr wird und welchen Einfluss unterschiedliche Dämmmaterialien darauf haben können, das erfuhren die Schüler im Praxisteil.

Holger Steuerwald fokussierte sich in seinem Unterrichtsteil auf die „Energiewende aus der Sicht der Bürger" und ging explizit auf diejenigen erneuerbaren Energieformen ein, die in unseren Breitengraden umsetzbar sind und wie jeder einzelne dazu beitragen kann. Angereichert hatte er seinen Part durch eine Gruppenarbeit, innerhalb derer die Schüler - auf Basis des bisher gehörten - die Aufgabe hatten, aus ihrer Sicht zu schildern, welche Prioritäten sie persönlich in der Energiewende setzen würden und welche konkreten Aktivitäten sie dafür vorantreiben würden.

Angetan von der „Energie", mit der sich die Schüler während der Gruppenarbeit und dem gegenseitigen Vorstellen präsentierten, denken die Vertreter der Bürgerenergiegenossenschaft, Florian Oess und Holger Steuerwald, über die Gründung einer Nachwuchsgruppe „Young Renewables" nach.

Ausgestattet mit detaillierten Handouts zu allen Unterrichtseinheiten konnten die Schüler ein wahres Kompendium zur Energiewende zum Nachschlagen mit nach Hause nehmen.

Nach dem positiven Feedback aller Beteiligter, einigte man sich auf eine Fortführung der Zusammenarbeit, in Zukunft vielleicht sogar ergänzt durch eine Exkursion zu einem von erneuerbaren Energien angetriebenen Kraftwerk – sei es durch Sonne, Wasser, Windrad oder…

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641 MWh

entspricht einer Einsparung von 325 Tonnen CO2

oder 449g atomarer Abfall

Stand: 31.12.2016

 

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Baden Württemberg

 
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